Copyright: Natalia Schätz

 

Emanzipatorische Perspektiven auf den sozial-ökologischen Wandel

Ein ‘Weiter so’ können wir nicht wollen. Ein ‘Weiter so’ ist sogar unmöglich, denn ökologische und soziale Krisen machen deutlich, dass die kapitalistische Wirtschafts- und die Lebensweise einem solidarischen Zusammenleben entgegenstehen. Jenseits von Nationalismus und Autoritarismus wollen wir über feministische Alternativen für ein solidarisches Zusammenleben und eine sozial-ökologische Transformation nachdenken, diese erleben und erlebbar machen. Mit der (Un)Konferenz wollen wir praktische, akademische, aktivistische und künstlerische Perspektiven auf die notwendigen Transformationen unserer Wirtschaft und unseres Lebens werfen. Damit schließen wir nicht nur an die Debatte um feministische Politik, sondern auch an Wachstumskritik und an die sozial-ökologische Transformation an.

Globale Herausforderungen, wie der Klimawandel und soziale Ungleichheiten, lassen sich nicht mit technischen Innovationen oder steigenden Produktivitätsraten lösen. Stattdessen rücken wir Fürsorge füreinander, eine solidarische gesellschaftliche Infrastruktur und Fragen nach dem gelingenden Leben, das in ökologische Zusammenhänge eingebettet ist, in den Vordergrund. Wir verfolgen den Grundgedanken, dass der nötige Wandel gesellschaftlich erprobt und politisch erstritten werden muss. Wir glauben, dass es nicht einen richtigen Weg, oder einen richtigen Zukunftsentwurf gibt: Wir wollen einen Raum für die Zusammenkunft einer Vielfalt von solidarischen Wegen und Utopien schaffen. Zur (Un)Konferenz laden wir daher Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Blickwinkel ein, ihre Sicht auf feministische Wege in die Utopie(n) vorzustellen. 

 

Warum heißt unsere Veranstaltung (Un)Konferenz?

 

Auf der Suche nach einem Label möchten wir uns offensichtlich von dem Begriff der "Konferenz" abgrenzen. Die Silbe “Un” schafft einen begrifflichen Raum, der utopisch-feministisch besetzt werden kann. Der eigenen Vorstellungskraft sind hier keine Grenzen gesetzt: An dem Wochenende planen wir diesen Begriff gemeinsam zu füllen. 

Mit dieser Namenswahl möchten wir uns dabei vom Format der klassischen Konferenz abgrenzen. Die (Un)Konferenz definieren wir daher als Veranstaltung, in der es in erster Linie darum geht, sich gemeinsam auszutauschen, voneinander zu lernen und sich zu vernetzen. Gleichzeitig soll der Begriff verdeutlichen, dass dies anders läuft als bekannt und zwar gemeinschaftlich und inklusiv: Statt frontaler Formate, die passiv konsumiert werden, setzen wir auf eine inklusive und gemeinschaftliche Vorbereitung und Durchführung der (Un)Konferenz. Aus diesem Grund sollst du dich jederzeit willkommen fühlen dich mit deinen Ideen im Vorfeld oder bei der Durchführung einzubringen.  Wir freuen uns über helfende Hände und ein Veranstaltungsformat, das zwar einen festen Programmkern enthalten wird und dennoch flexibel gestaltbar ist. Damit verfolgen wir das Ziel, einen tatsächlichen Raum für Begegnung und Austausch zu schaffen. In diesem Raum wird möglicherweise etwas anders laufen als gedacht, doch auch das ist unser Anliegen: Die Interessen, die Kreativität und die Bedürfnisse aller Teilnehmenden stehen dabei vor den unsrigen im Vordergrund. 

 

Programm

Wir freuen uns auf ein breites Spektrum an Angeboten bestehend aus Bildung, Kunst und Aktivismus. 

Beiträge befassen sich mit u.a. mit globalen Care-Chains, reproduktiver Arbeit, Frauen*Streiks sowie den ökologischen Grundlagen (und Grenzen) unseres Lebens und Wirtschaftens. Des Weiteren werfen wir einen (queer-)feministischen Blick auf Ungleichheit und die Möglichkeit einer (queer-)feministischen Umgestaltung von Institutionen. In anderen Beiträgen geht es um Körperpolitik: Es wird diskutiert und erfahrbar gemacht, was die Etablierung von Körpernormen – sei es in Bezug auf Geschlecht, Sexualität, Phänotypen und Schönheitsidealen – für Auswirkungen auf uns alle hat. Auch die schöne Kunst soll nicht zu kurz kommen. Es wird eine Trapezshow geben, Kurzfilme und ein Hörspiel. Zur Anmeldung

 
 
Wir...

 

 

... sind ein Gruppe Menschen aus Wissenschaft und Praxis, die feministische Forderungen als gemeinsamen Nenner haben, soll heißen: soziale Versorgungssystemen innerhalb planetarer Grenzen Priorität einzuräumen. Wir sehen die Sorge- und Pflegearbeit für Mensch und Natur als Grundlage für unsere Gesellschaft an, die dementsprechend ideell und materiell gewürdigt werden muss. Sorgetragen heißt auch, dass Wohlergehen aller im gleichen Maße zu fordern, egal welche Augenfarbe, Fortbewegungsart, Art zu Lieben oder sich selbst zu identifizieren. 

...... sind auch skeptisch, ob die (Un)Konferenz in der angedachten Form stattfinden kann. Die COVID-19-Krise demonstriert, wie wichtig die feministische Forderung nach Versorgungssysteme für alle ist. Falls sich die Situation bis Oktober nicht verbessert haben sollte, werden wir über alternative Termine und Formate nachdenken und die hier bis Mitte August publizieren.

 

 

 

 

Kontakt

#femutopien

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Das PLATZprojekt

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Das PLATZ Projekt ist in erster Linie ein Experiment!

 
Der PLATZ dient als Beteiligungsstruktur für junge Menschen, die in einem selbstorganisierten Raum über ihre Stadt diskutieren und sie vor allem aktiv mitgestalten möchten.
Das bedeutet: Keine:r weiß so richtig, wie das aussieht und was am Ende dabei rauskommt. Deshalb ist es wichtig zu begreifen, dass es kein festes Regelwerk gibt sondern vielmehr Entwürfe und Ideen, die mit zunehmender Dauer des Projektes angepasst und je nach Lage verändert werden können.
Übergeordnetes Ziel ist es, Raum für Projekte/Ideen zur Verfügung zu stellen, die unter normalen Bedingungen nicht in der Stadt umsetzbar wären – und somit den Bedarf für solche Flächen aufzuzeigen.
Außerdem wird versucht, den Weg von der Idee zur Realisierung so unkompliziert, unbürokratisch und einfach wie möglich zu gestalten um Hindernisse, die einer Realisierung in der Welt außerhalb des PLATZES im Weg stehen, so gut wie möglich abzubauen.

 

Unsere Kooperationspartner:innen

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